21. August 2015 Q&A

GPS Navigation – Fragen und Antworten

1. Welche Vorteile bietet mir GPS überhaupt?

Ein Vorteil liegt auf der Hand! GPS-Navigation erspart das ständige Anhalten und Nachgucken auf der Karte. Bei einer Radtour ist nichts lästiger als an jeder zweiten Kreuzung anzuhalten und auf der Karte nachschauen zu müssen wo man hin muss. Und auch wenn man sich einmal verfranzt hat, ist es mit einem Navi sehr viele einfache wieder auf dem richtigen Weg zu finden.

Ohne GPS
Wo geht’s lang?

Mit GPS erfüllt sich der Traum von einer entspannten Radtour ohne Orientierungsstoppst und ohne die Sorge sich zu verfahren. Darüber hinaus steigert GPS den Spaß auf Radtouren, da man seine eigenen gefahrenen Touren im Netz mit anderen Teilen kann. Und auch der Austausch von fertigen Radtouren ist möglich.

Auch für Radsportler ergibt sich der Vorteil, dass durch die Aufzeichnung der Strecke eine wesentlich genauere Analyse des Trainings möglich ist.

2. Funktioniert das GPS am Fahrrad genau wie das Navi im Auto?

Das automatische Berechnen einer Strecke funktioniert im Prinzip gleich, nur die Karten unterscheiden sich etwas. Vor allem von den Garmin und Falk gibt es ein breites Angebot von routenfähigen Navis und auch geeignete Karten. Zudem gibt es auch im Internet viele Gratiskarten die mit den Geräten großer Herstelle kompatibel sind.

Im Gegensatz zu den gesprochenen Anweisung im Auto-Navi werden Richtungsangaben bei Fahrrad-NAvis meist mit einem akustischen Signal und Abbiegevorschau angekündigt.

3. Kann ich Einfluss auf die Berechnung der Route nehmen?

Analog zu Auto-Navis lassen sich verschiedene Vorgaben für die Berechnung der Route machen. So können Wanderwege oder Straßen ausgewählt oder gemieden werden, ebenso kann eingestellt werden ob Steigungen vermieden werden sollen. In der Regel folgen die vom Navi vorgeschlagenen Routen Wald- und Feldwegen und normalen Straßen.

Für Mountenbiker mit Vorliebe für Singletrails sollten lieber auf fertig erstellte Routen (sog. Tracks) zurückgreifen. GPS-Fahrradcomputer zeichnen die gefahrene Strecke als Track auf und können diese dann als Grundlage für die Navigation verwenden.

4. Was für GPS-Geräte gibt es für Fahrräder überhaupt?

Die größte Auswahl gibt es bei „klassischen“ GPS-Fahrradcomputern. Diese Geräte können die selbst gefahrene Strecke als Route aufzeichnen und anhand von einer aufgezeichneten Route navigieren. Daneben gibt es GPS-Navigationsgeräte die mit Hilfe von Karten navigieren und online eine neue Route berechnen können.

Für Sportler bieten sich GPS gestützte Fitnesscomputer an, wie der Garmin Edge 510. Diese Trainingsgeräte ermöglichen dank der GPS Daten eine ausführliche Analyse des Workouts und lassen sich mit zusätzlichen Sensoren kombinieren.

5. Wie viel kostet ein GPS-Fahrradcomputer?

Für kartenfähige GPS-Geräte mit Routen- und Tracknavigation, Farbdisplay, Kompass und Höhenmesser kann man zwischen 150 und 400 Euro rechnen. Mehr GPS braucht man in den meisten fällen nicht. Teurere Geräte unterscheiden sich meistens nur durch mehr Extras wie z.B. durch Kamera oder Sprachein- und -ausgabe.

Zusätzlich können Kosten für digitale Karten hinzukommen. In den meisten Fällen ist die Deutschlandkarte vorinstalliert. Für weitere Karten können je nach Region bis zu 200 Euro anfallen.

6. Gibt es auch Karten umsonst?

Für Garmin gibt es viele, oft sogar routingfähige Gratiskarten zum Download im Internet. Die Karten basieren auf den freien Geodaten der OpenStreetMap (OSM). Allerdings schwankt die Qualität dieser Karten je nach Region, da sie auf dem Mitmachprinzip basieren. Einige Anbieter wie Falk oder Mio installieren OpenStreetMaps sogar standardmäßig vor.

7. Raater- oder Vektorkarten – was ist besser?

Beim Kauf eines GPS-Navis spielt das Angebot an guten zum Gerät passenden Katen ein große Rolle, da man sich damit auch an die Karten bindet. Zu Wahl stehen Raster- und Vektorkarten: Während CompeGPS und Satmap auf anschauliche Rasterkarten mit der klassischen Optik von Papierkarten setzen, sehen die anderen Anbieter Vektorkarten vor.

Der Vorteil von Vektorkarten ist, dass sie sich beliebig vergrößern und verkleinern lassen, ohne an Schärfe zu verlieren. Nachteil ist jedoch, dass sie oft schematischer und weniger Detailreich sind was das Gelände betrifft.